Wilhelmshaven

So richtig zum Städtetourismus reizt Wilhelmshaven eigentlich nicht. Kein historisches Stadtzentrum lockt. Architektur und Stadtplanung belegen eher Kompromisse und zeugen von der doppelten Zerstörung nach den Weltkriegen. Die wirklichen Magneten für einen Besuch der 80.000-Einwohner-Stadt finden sich an der Wasserkante. Das Wattenmeer-Besucherzentrum, das Marine- und das Küsten-Museum, der Südstrand sowie die Kaiser-Wilhelm-(Dreh-)Brücke.

Mindestens zweimal verhalf das natürlich tiefe Fahrwasser der Jade dieser Region zur Blüte: 1869 als König Wilhelm I. von Preußen hier eine Marinegarnison einrichtete und der Stadt seinen Namen gab. Und während der vergangenen Jahrzehnte, in denen jetzt mehr als 20.000 Wilhelmshavener wirtschaftlich zum größten Bundeswehrstandort der Republik gehören. Vom Tiefwasserhafen profitieren heute auch die Öl- und Kohleverladung und der (leider) noch nicht erfolgreiche JadeWeserPort, das einzige deutsche Container-Terminal ohne ständige Tiefgangprobleme oder lange Flussfahrten.

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