Die Riesen sind da

„Triple E“ – das Kürzel der dänischen Reederei Maersk steht für geringe Stückkosten, geringe Energiekosten und weitgehende Schonung der Umwelt. Und es steht für 18.000 Stellplätze. Ob diese Entwicklung – Maersk geht da derzeit weltweit einen ganz eigenen Weg – wirklich zum internationalen Standard wird, steht dahin. Doch gehen Fachleute wie die Wissenschaftler des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logisitik davon aus, dass Containerschiffe oberhalb 12.000 Stellplätzen während der kommenden Jahre den Verkehr zwischen Europa und Fernost dominieren werden. Die deutschen Häfen sind dafür gerüstet. Sowohl Hamburg als auch Wilhelmshaven und Bremerhaven verfügen über Containerbrücken, deren Ausleger beinahe 60 Meter über das Schiff reichen.
Ein ganz anderes Problem allerdings stellen die Tiefgänge dieser Schiffe dar. Voll abgeladen verfügt das Typschiff der Triple E-Serie, die Maersk Mc-Kinney Moeller, über 16 Meter Tiefgang. Dies sind aktuell weder auf der Elbe noch der Weser durchgehend anzubieten.
Die Verfahren um die Flussvertiefungen befinden sich derzeit in der Sackgasse. Sowohl für die Weser – Außenweser und die Strecke bis Brake und Bremen – als auch für die Elbe erkennen die Kläger gegen die Vertiefungen derzeit Silberstreifen am Horizont und hoffen auf die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes (Kommentar nebenstehend).
Neben dem Tiefgang wird auch über die Zahl der Häfen diskutiert, die von diesen Giganten angelaufen werden. Muss es wirklich drei Anbieter dafür in der deutschen Bucht geben? Ist die lange Revierfahrt von Cuxhaven nach Hamburg tatsächlich unumgänglich? Was würde fehlen, wenn Container statt in Bremerhaven in Rotterdam auf den Eisenbahnwaggon gesetzt werden? Kritiker und Befürworter müssen sich während der kommenden Jahre warm anziehen. Um eines allerdings werden Sie nicht fürchten müssen: Ausreichende Container! Umschlagsteigerungen bis zu 130 Prozent werden vorhergesagt.

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