Energiewende in Niedersachsen

„Schaufenster Wind“ könnte weitere Fördermillionen ins Land bringen.

Die Stadtwerke München und andere lokale Energieversorger sind ebenso dabei wie die EWE aus Oldenburg –wie immer, wenn öffentliche Hilfen ausgelobt werden. Dabei bietet das Bundeswirtschafts- und Energieministerium eine besondere Chance, die lokalen Fortschritte der Energiewende unter Zuhilfenahme von Windenergie zu verdeutlichen. „Schaufenster Wind“ wurde das 40-Mio.-Euro-Programm getauft und sucht Modellregionen, in denen beispielhaft die Energiewende im großen Stil erprobt werden könnte. Die Landkreise Aurich, Friesland, Wittmund sowie die Stadt Emden haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Und unter dem Projektnamen „enera“ hat sich die EWE als regionaler Energieversorger um Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verstärkt.

Niedersachsen gehört zu den erfolgreichsten Regionen in Sachen Energiewende in Deutschland. Im Frühjahr 2014 waren bereits 7.700 Megawatt, das ist soviel Strom wie aus etwa sechs Kernkraftwerken, in Niedersachsen installiert. Da mit liegt das Land an der Spitze aller Bundesländer. Und dabei ist die Offshore-Produktion noch nicht einmal mit eingerechnet. Windmühlen mit mehr als zwei Gigawatt Nennleistung werden derzeit installiert. Geliefert werden derzeit rund 600 Megawatt.

Ebenfalls weit voraus ist ein Teil des Weser-Ems-Gebietes beim sogenannten „Fünf-Prozent-Ansatz“. Wie die EWE dazu mitteilt, werde bereits in einem kleineren Projekt im Raum Jever/Wittmund untersucht, wie die Energiewende gelingen könnte. Gemeinsam mit neun Betreibern von Wind-, Photovoltaik- und Biogasanlagen möchte die EWE diesen Ansatz nun erstmals in der Praxis belegen.

 

 

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