Wann wird der JadeWeserPort erweitert?

Das Land Niedersachsen lässt den Erweiterungsbedarf ermitteln.
“Strategisch gesehen kommt Wilhelmshaven (der JadeWeserPort, d.R.) genau richtig. Das ist der einzige Hafen mit genügend Tiefgang, der in einer kurzen Revierfahrt anzulaufen ist”, gab sich der Chef der Bremer Landesbank, Stephan-Andreas Kaulvers im Interview des Bremer Weser Kurier, optimistisch. Bei den großen Schiffen, so Kaulvers, komme leider noch zu viel Tonnage auf den Markt, doch insgesamt gab sich der Banker optimistisch.
Ähnlich sieht dies offenbar die niedersächsische Landesregierung. Sie hat jüngst beschlossen, für etwa 2 Mio. Euro eine Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des JadeWeserPort anfertigen zu lassen. Daran wird sich das Land Bremen, ebenso wie beim Güterverkehrszentrum (GVZ) jedoch mit Blick auf seine Finanzlage nicht beteiligen. Sowohl der Bedarf an einem zweiten Terminal als auch die technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen des Baus sollen dabei geprüft werden.
Bei einem positiven Ergebnis der Machbarkeitsstudie sei jedoch vor dem Sommer 2020 nicht mit einem Baubeginn zu rechnen, so niedersachsens Wirtschaftsminister Bode (FDP).
Nach den bisherigen Berechnungen soll der JadeWeserPort seine Kapazitätsgrenze von jährlich 2,7 Mio. Standardcontainern spätestens 2018 erreicht haben. Die ersten beiden Jahre dürften nur wenig zu dieser Erfolgsbilanz beitragen. Bisher, so erlebt dies der regelmäßige Betrachter, scheint der JWP-Traffic eher geschäftlichen Verlegenheiten des Terminal-Betreibers zu folgen. Noch gibt es keinen Frachter an der Jade, der nicht auch vorher in Bremerhaven am Container-Terminal festgemacht hatte.
Bevor es zur Erweiterung des Hafens kommt, wird aber erst einmal der vorhandene “Erweitert”. Denn etwa ein Jahr nach der offiziellen Eröffnung soll die zweite Hälfte des JWP endlich fertig werden. Dann sind auch die restlichen 725 Meter zu den bisher schon zur Verfügung stehenden 1.000 Metern fertiggestellt.

Schreibe einen Kommentar

Ein maritimes Blog