172.000 Tonnen auf einen Streich …

Es ist ein wenig paradox: Der 292 Meter lange Kohlefrachter und Capesizer „Navios Pollux“ ist zwar in Panama registriert, doch den gleichnamigen Kanal wird das 42 Meter breite Schiff niemals durchfahren können. Panmax bezeichnet bei Schiffen die maximale Durchfahrtsbreite von 33,50 Meter durch die Schleusen des Panamakanals, Postpanmax liegt darüber und „Capesizer“ sind Frachter, die sowohl für den Panama zu breit sind als auch nicht durch den Suezkanal passen. Sie sind daher gezwungen, zwischen den Ozeanen Kap Hoorn beziehungsweise das Kap der guten Hoffnung zu passieren.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Kohleimporte in Deutschland hat mit der „Navios Pollux“ jetzt ein komplett beladener Capesizer einen deutschen Hafen angelaufen. Knapp 172.000 Tonnen kolumbianischer Kohle wurden nach 19-tägiger Seereise an der Niedersachsenbrücke in Wilhelmshaven gelöscht. Zuvor hatte  Hafenbetreiber Rhenus Midgard die Niedersachsenbrücke ausgebaut und mit neuen Kränen versehen.
In der unmittelbaren Nachbarschaft der Niedersachsenbrücke wird ein Kohlekraftwerk betrieben, ein zweites ist im Bau und soll 2014 ans Netz gehen.

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